Im Rahmen des Projekts „Getreideverarbeitung 4.0“ wurde eine Plattform entwickelt, die Schwankungen der Mehlqualität und anderer Produktionsparameter erfasst und die Auswirkungen dieser Schwankungen auf Teig und Endprodukt simuliert.
Von Mehl zu Brot mit digitaler Expertise
Energieintensive Betriebe wie Bäckereien und Mühlen sehen sich mit Herausforderungen durch steigende Energiekosten, Klimawandel, Fachkräftemangel und Konkurrenz konfrontiert. Mit dem Projekt werden alle teigrheologischen Parameter für die Herstellung von Brot und Backwaren systematisch erfasst und auf einer digitalen Plattform bereitgestellt. Dadurch können Bäckereien und Mühlen Ressourcen einsparen und flexibel auf Kundenbedürfnisse reagieren.
Der digitale Rheologe: Ein Modell zur Unterstützung der Getreideverarbeitung
Im Rahmen des Projekts „Getreideverarbeitung 4.0” werden erstmals alle entscheidenden teigrheologischen Parameter systematisch erfasst und auf einer Plattform zusammengeführt. Über diese Plattform werden sie den Betrieben – von der Mühle bis zur Backstube – digital zur Verfügung gestellt. Der digitale Rheologe ermöglicht eine wirtschaftliche Produktentwicklung und simuliert die Auswirkungen auf die Teigrheologie und das Endprodukt. Das Projekt vereint verschiedene Expertisen und hat das Modell des digitalen Rheologen in Kooperation mit drei Instituten entwickelt. KMU Forschung Austria führte eine Online-Befragung durch, Güssing Energy Technologies programmierte das Tool und die Anwendbarkeit wurde anhand einer Fallstudie geprüft.
Digitale Helferlein in den Backstuben
Die Digitalisierung und Automatisierung schreitet in Bäckereien immer weiter voran. Rund 60 % der befragten Betriebe planen, digitale Instrumente stärker einzusetzen.