Die Evaluierung des FTI-Programms „Mobilität der Zukunft“ (MdZ) hat ergeben, dass die österreichische Mobilitätsforschung deutlich stärker auf gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen ausgerichtet werden konnte. Nahezu alle untersuchten Projekte leisteten neben wirtschaftlichen auch gesellschaftliche oder umweltbezogene Beiträge.
Zwischen 2017 und 2021 wurden im Rahmen des Programms insgesamt 288 FTI-Projekte (Forschung, Technologie und Innovation) gefördert. Ziel war es, einen stabilen Rahmen für die österreichische FTI-Community zu schaffen und die mittel- bis langfristige Ausrichtung der Mobilitätsforschung zu unterstützen.
Die Wirkungsanalyse belegt eine hohe Additionalität des Programms: 63 % der geförderten Unternehmen hätten ihre Projekte ohne Förderung nicht umgesetzt. Im FFG-Basisprogramm liegt dieser Wert bei 15 %. Besonders erfolgreich waren Vorhaben, die Fahrzeug- und Infrastrukturtechnologien mit sozialen und organisatorischen Innovationen kombinierten.
Die Evaluierung zeigt zudem, dass begleitende Vernetzungs-, Transfer- und Informationsangebote die Wirkungen der Projekte deutlich verstärken. Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die diese Instrumente nutzten, berichteten von höheren Wirkungsbeiträgen.
Auf Basis dieser und weiterer Erkenntnisse haben wir Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung politischer Maßnahmen im Bereich der angewandten Mobilitätsforschung abgeleitet.
Die KMU Forschung Austria und das nexus – Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung – wurden von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) mit der Evaluierung beauftragt. Die FFG hat das vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur initiierte Programm gemeinsam mit AustriaTech und der Österreichischen Energieagentur als Begleitorganisationen umgesetzt.