Frauen gründen rund die Hälfte aller Unternehmen in Österreich. Die Betriebe der Unternehmerinnen in Österreich sind jedoch meist kleiner, wachstumsschwächer und schaffen weniger Arbeitsplätze. Damit bleiben Potenziale in frauengeführten Unternehmen ungenutzt.
Die Ergebnisse unserer Studie zu Wiener Unternehmerinnen zeigen, dass diese in bestimmten Branchen, wie dem Sozial- und Gesundheitssektor, überrepräsentiert sind, während ihr Anteil zum Beispiel im Produktionssektor und im Bauwesen gering ist.
Fortbestehende Herausforderungen wie Betreuungspflichten oder ein erschwerter Zugang zu Kapital tragen dazu bei, dass Betriebe von Unternehmerinnen in geringerem Ausmaß wachsen. So ist auch im Startup-Bereich mit innovativen und schnell wachsenden Unternehmen der Frauenanteil mit 22 % laut Austrian Startup Monitor relativ gering.
Studien belegen einen positiven Zusammenhang zwischen diversen Leitungsteams und der ESG-Performance (Environment, Social, Governance) von Unternehmen. Unternehmen mit Frauen in Führungspositionen weisen eine bessere Umweltleistung und mehr Umweltinnovationen auf.
Der Fokus dieser Studien liegt bisher allerdings vor allem auf Großunternehmen. Für KMU, die 99,7 % der österreichischen Wirtschaft ausmachen, besteht hier noch Forschungsbedarf. Die Förderung von Unternehmerinnen ist somit nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein zentraler Hebel für die ökologische Transformation der Wirtschaft.
Weitere spezifische Herausforderungen und Stärken von KMU finden Sie in unseren „KMU im Fokus”-Berichten.